
Schon im vorletzten Jahrhundert kamen zwei Maurerbrüder, Johann-Georg Kröner und Christoph Kröner vermutlich auf der Walz nach Asch. Ihr Vater, Johannes Kröner, war in Temmenhausen ebenfalls Maurer. Noch im gleichen Jahr 1868 heiratete Johann-Georg und lässt sich in Asch nieder.
Johann-Georg Kröner, Ottos Ur-Ur-Großvater, kaufte ein kleines Haus. Dieses „Stammhaus" hatte eine Wohnfläche von 62qm. Es ist heute unvorstellbar, dass eine Familie auf so engem Raum 10 Kinder großziehen konnte.
![]() |
1891 erwarb er dann für stolze 2000 Mark ein zweistöckiges Wohnhaus mit einem Scheuer-Anbau sowie einen Garten. Dieses Haus im Asperweg ist heute noch der Wohnsitz der Familie Kröner. |
||||
Stammhaus der Familie Kröner, um 1925 |
| |
||
| |
||
Drei Jahre später, 1894, starb Johann-Georg Kröner und sein Sohn Johannes führte die Maurertradition weiter. Nach dessen frühen Tod 1907 übernahm sein Bruder Karl Kröner, ebenfalls Maurer, das Geschäft und zahlte ein Jahr darauf zum ersten Mal Gewerbesteuer. Deshalb wird das Jahr 1907 als Gründungsjahr der Firma Kröner angenommen.
![]() |
Neben seiner Maurertätigkeit stellte Karl Kröner Schlackensteine her, er grub seinen Garten von Hand aus, um Kalksteine zu gewinnen, die anschließend zu Schotter und Kies gebrochen wurden. |
||||
Meister-Brief - Jakob Kröner, 1938 |
Schon vier Wochen später wurde er zum Wehrdienst eingezogen und kam erst zum Kriegsende wieder nach Hause. Wie viele Frauen damals führte Anna den Betrieb weiter.
Waren schon die Kriegsjahre eine sehr harte Zeit, so war für die Familie auch in den Nachkriegsjahren nach dem Kauf einer ersten Betonmaschine finanziell kaum ein Durchkommen. Doch die Dankbarkeit darüber, dass der Mann und Vater heil aus dem Krieg zurückgekommen war, überwog.
![]() |
In den Nachkriegsjahren baute Jakob Kröner sein Bauge-schäft mit großer Tüchtigkeit, Umsicht und Weitsicht aus. So konnte sein Sohn Otto 1974 einen soliden Betrieb mit 12 Mitarbeitern übernehmen. Sein Motto ist bis heute: Den Betrieb in den Fußstapfen des Vaters fortzuführen und auszubauen. 1970 heiratete Otto Kröner Ilse Reutter, zwei Jahre später kam Tochter Claudia, 1975 Sohn Markus zur Welt. Im Laufe der Jahre wurden Büro und Lagerplatz im Asperweg zu klein, so dass der Betrieb 1978 ins Industriegebiet aussiedelte. Doch auch im neuen Domizil wurde es bald wieder zu eng, 1994 wurde nochmals Büro und Freifläche erweitert. |
||||
Betriebsgebäude Fa. Kröner 1978 |
1979 konnte Kröner das erste schlüsselfertige Wohnhaus in Asch fertigstellen. Diese Art zu Bauen stellte eine Marktlücke dar und Kröner richtete sich in den folgenden Jahren entsprechend aus. Nachdem 1995 der Baubetrieb um ein Planungsbüro erweitert wurde, konnte der Marktanteil nochmals gesteigert werden.
1990 wurde aus der Einzelfirma die Otto Kröner GmbH. Zusätzlich gründete Kröner 1997 eine eigenständige Projekt und Entwicklung Bau-GmbH, P&E, für Planung, Entwicklung und Erschließung von Bauland sowie Vorbereiten und Durchführen von Bauvorhaben.
![]() |
Im Jahr 2005 wurden ca. 50 Häuser, sowohl schlüsselfertig wie auch als Rohbau- oder Industriebauten erstellt.
Mit über 50 Mitarbeitern kann heute ein Jahresumsatz von über 10 Mio. Euro erwirtschaftet werden. |
||||
Bau Wohnhaus, 2005 |
![]() |
||